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Kelten-Klettergarten in Fischbach

Kelten-Klettergarten

Klettern wie die Kelten

 

In Fischbach wurde ein Kelten-Klettergarten für Kinder eingeweiht. Eine weitere Station der „Keltenwelt Rhön“.

 

 

Fischbach – Wer hierher kommt, kann hoch hinaus. Dabei noch eine wunderschöne Aussicht genießen über die Dächer von Fischbach und die Berge der Rhön. Kinderlachen, schon von Ferne zu hören, lässt erahnen, dass sich hier eine neue Welt eröffnet hat. Eine, die balancierend, kletternd, hangelnd und rutschend erobert werden möchte auf Stämmen und Seilen, Wänden und Netzen.

 

Eingebettet in die Naturlandschaft thront der Kolben, der Hausberg der Fischbacher, oberhalb des neuen Spielgeländes, das vor gut einem Jahr noch von Wildwuchs beherrscht wurde.  Jetzt haben es die Kinder in der Hand. Mädchen und Jungen, die Kreativität und Freude an Bewegung in freier Natur ausleben möchten. Passend dazu hätte die Einweihung nicht farbenfroher sein können. An einem Tag, der die Bäume in den herrlichsten Tönen erstrahlen ließ, die der Herbst derzeit zu bieten hat.  Mittendrin Emelie und Luise. Mit großem Spaß entdecken die beiden Siebenjährigen den neuen Klettergarten und finden es toll, ein solches Spielgerät hier zu haben. Bei ihnen in Fischbach hat es sich längst herumgesprochen, bei den Menschen in der weiten Region scheinbar auch. Viele Besucher aus nah und fern kamen in den Rhöner Ort, dorthin, wo Naturverbundenheit besonders groß geschrieben wird, in der „Schule im Grünen“. Die Thüringenflagge auf dem Dach des Schullandheimes wehte den Gästen schon von Weitem entgegen, als wollte sie den Weg weisen in direkter Nachbarschaft zum neuen Klettergarten.

 

Starkes Engagement war hier im Spiel, von Gemeinde und Schullandheim. Gemeinsam wurde etwas  aufgebaut für die Kinder im Ort, die Gäste der „Schule im Grünen“ und die Besucher aus der ganzen Region. Das wünscht sich Horst Hössel, der Leiter des Schullandheimes. Auch Bürgermeister Uwe Jung, der den Klettergarten als „tolle Bereicherung“ empfindet. Im keltischen Stil gestaltet ist dieses Spieleerlebnis eine weitere Attraktion des Projektes „Keltenwelt Rhön“, das vom Rhönforum bewirkt und umgesetzt wird. 30.000 Euro wurde vom Verein für Regionalentwicklung und Tourismus Thüringer Rhön übernommen. Die Gemeinde Fischbach gab 7.000 Euro dazu, darüber hinaus engagierten sich viele Helfer ehrenamtlich. Auch das Thüringer Forstamt Kaltennordheim unterstützte dieses Vorhaben, um naturnahes Erleben möglich zu machen. „Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verbänden ist so gut geworden“, genauso, betonte Bürgermeister Jung, wünsche er, dass es in Zukunft so weiter gehe. Denn nicht nur der Klettergarten ganz aktuell, auch die Streuobstwiese direkt gegenüber seien gelungene Beispiele dafür. Mit Hilfe des Biosphärenreservates wurden im vergangenen Jahr alte Obstsorten gepflanzt. Kaiser Wilhelm, Ontario, der Rheinische Bohnapfel und Cox Orange sind nur einige der Apfelsorten, aus denen köstlicher Saft gewonnen und den Besuchern des Schullandheimes angeboten wird. Natur pur, die auch zur Eröffnungsfeier zu schmecken war. Apfelsuppe, Apfelbratwurst und frisch gepresster Saft konnten verkostet werden. Ein kleiner Handwerker und Kunsthandwerkermarkt rund um die „Schule im Grünen“  bereicherte den Tag mit Rhöner Produkten, Korbflechten, Wolle, Stick- und Strickwaren, Töpfereien und mehr. Kinder mit Herbstbasteleien und bunt bemalten Gesichtern sprangen zwischen den Besuchern umher, die von früh bis spät in Scharen vorbei kamen.

 

Der Ausschilderung „Schullandheim“ folgend, ist der Klettergarten leicht zu finden. Darüber hinaus ist geplant, Fischbach an die Wanderroute „Keltenwelt“ anzuschließen. Der angedachte Weg soll über den Hexenpfad zur Rhönbrise bei Kaltenlengsfeld führen. Dorthin, wo bereits das nächste Spielgerät im keltischen Stil auf die kleinen Besucher wartet.

 

 

Text und Foto - Katja Schramm - sch