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Anstehende Europa- und Kommunalwahlen am 26.05.2019

Stadt Kaltennordheim, den 16.05.2019

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

liebe Unternehmen und Vereine,

 

mein heutiges Grußwort möchte ich dafür nutzen, um Sie auf die in diesem Monat anstehenden Wahlen aufmerksam zu machen. Neben der Europawahl ist besonders auch die Kommunalwahl für unsere Stadt von Bedeutung. Nach der letzten Kommunalwahl im Jahr 2014 hat sich in unserer Stadt viel getan. Der Stadtrat hat sich mit den Ortsteilräten sehr schnell zu einem guten Team entwickelt und von Anfang sachlich und zielorientiert gearbeitet. Es war sehr gut, dass alle Ortsteile im Stadtrat vertreten waren und die Meinung der Ortsteilbürgermeister immer Berücksichtigung fand. Dadurch ist es dem Stadtrat gelungen, für alle Ortsteile wichtige Weichen zu stellen. Es wurde sehr viel investiert bzw. Geld für anstehende Investitionen erwirtschaftet. Insofern verabschiedet sich der scheidende Stadtrat nicht in der Form, dass alle begonnenen Projekte abgeschlossen sind, sondern dass aufgrund des weitsichtigen Handelns künftig erst noch greifen. Es wird daher auch weiterhin wichtig sein, dass die Arbeitsweise im neuen Parlament Kontinuität findet. Die Wählergruppen haben sich daher die letzten Wochen sehr viele Gedanken gemacht, um Ihnen als Wähler sehr gute Kandidaten für den Stadtrat, die Ortsteilräte und die Ortsteilbürgermeister vorzuschlagen. Aus meiner Sicht ist dabei ein sehr ausgewogenes Ergebnis entstanden und jeder einzelne Kandidat wäre eine Bereicherung für unsere politische Arbeit in der Stadt. Letztlich sind jedoch die Mandate begrenzt. Daher möchte ich alle Wählerinnen und Wähler darum bitten, diese Arbeit der Wählergruppen zu honorieren und mit einer hohen Wahlbeteiligung die Wunschkandidaten zu unterstützen. Das gleiche gilt natürlich auch für die Kandidaten der Kreistagswahl, die sich aus unserer Stadt zahlreich zur Wahl stellen.

Zudem werden wir die anstehende Wahl dafür nutzen, um in den Ortsteilen Andenhausen, Fischbach und Klings die Wähler zu befragen, ob man als Ortsteil künftig bei der Stadt Kaltennordheim bleiben möchte oder einen Wechsel nach Dermbach wünscht. Insofern sollte sich auch hier jeder Wähler die nächsten Wochen darüber Gedanken machen, ob man den bewährten gemeinsamen Weg in der Region mit der Stadt Kaltennordheim fortsetzen möchte oder ob man durch einen Wechsel nach Dermbach etwas Anderes möchte. Sollte der Wunsch nach einem Wechsel größer sein, muss jedoch auch dazu gesagt werden, dass die Frage des „Ob“ und des „Wie“ letztlich am Gemeinderat der Gemeinde Dermbach und am Stadtrat Kaltennordheim liegen werden. Die Bürgerbefragung dient insofern der Klärung, ob sich die beiden Parlamente in Bezug auf einzelne Ortsteile diesbezüglich auf den Weg machen müssen. Welche Einigung man am Ende des Prozesses dann findet, ist heute noch völlig ungewiss. Als Bürgermeister werbe ich daher dafür, die Abstimmung dafür zu nutzen, um unsere Region zu stärken. Als Kommune werden wir immer dafür Sorge tragen, dass sich alle Ortsteile gut entwickeln, egal was oder wer über uns regiert. Landkreise, Bundesländer, die Bundesrepublik sowie die EU setzen den Kommunen vielfällige Rahmenbedingungen. Dabei liegt es letztlich an uns, gemeinsam den besten Weg für unsere Region zu gehen. Am Beispiel des BREXIT sieht man auch, dass da wo gespalten wird, nur noch endlose Diskussionen um sich selbst geführt werden und die eigentliche Probleme nicht mehr angegangen werden. Insofern wünsche ich mir am 26.05.2019 ein klares Bekenntnis zur Region, damit wir ab dem 27.05.2019 wieder die Aufgaben in allen Ortsteilen angehen können.

Am aktuellen Beispiel der Standortdiskussion der LUK in Kaltennordheim sieht man, wie vielfältig die Herausforderungen sind. Es wäre illusorisch zu glauben, dass die aktuell vorherrschende Konjunktur sich aufs Unendliche fortsetzen wird. Je länger diese anhält, umso schmerzhafter wird der Einbruch, wenn man sich darauf nicht vorbereitet. Die Auftragslage im Automobilbereich ist derzeit rückläufig. Damit bricht ein Wachstumsmotor weg. Unsere Stadt wird davon nicht unbetroffen bleiben. Insofern müssen wir uns auch darauf vorbereiten, in schlechter werdenden Zeiten unsere Aufgaben gut erfüllen zu können. Dabei wollen wir natürlich unsere Unternehmen sowie die Arbeitsplätze in der Region halten. Dazu wird es notwendig sein, dass sich Unternehmen wie die LUK neue Standbeine suchen. Gemeinsam mit dem Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee haben wir daher mit Unternehmensvertretern der Schaeffler AG und weiteren Partnern darüber diskutiert, wie eine Perspektive für den Standort aussehen kann. Der bevorstehende Weg wird kein leichter Weg, aber wir werden uns dem stellen und als Stadt immer im Interesse der Belegschaft versuchen den Prozess im Positiven zu unterstützen. Dazu werden wir gemeinsam mit der Schaeffler AG und dem Betriebsrat die nächsten 4 Monate alle Optionen für den Standort prüfen, bevor wir im August in einem weiteren Gespräch erneut zusammenkommen werden und hoffentlich gemeinsam einen guten Weg einschlagen können.

Ich freue mich daher über die Solidarität und Unterstützung aus der gesamten Stadt.

 

Herzliche Grüße aus dem Rathaus

 

Erik Thürmer

Bürgermeister

 

Anlage

zugelassene Wahlvorschläge