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Trauerhalle Fischbach übergeben

Fischbach/Rhön, den 20.01.2017

Im Jahr 1949 wurde von den Fischbacher Bürgern auf dem Friedhof eine Leichenhalle mit 2 Kammern zur Aufbahrung errichtet. Nach einer grundlegenden Sanierung in den frühen 1990 Jahren stand das Gebäude in den letzten Jahren leer, da die Aufbahrungen seither zentral in den Bestattungsinstituten mit Kühlräumen erfolgt.

 

In den zuletzt sehr heißen Sommern ist es vermehrt dazu gekommen ist, dass gerade ältere Menschen bei Beerdigungen Probleme mit dem Kreislauf bekommen haben. Da es auf dem Friedhof keine Trauerhalle gibt, standen die Besucher bei Beerdigungen ungeschützt in der Sonne, zumal es kaum schattige Plätze oder Sitzgelegenheiten gibt. Daher entstand im Ortsteilrat Fischbach die Idee, der ungenutzten Leichenhalle auf dem Friedhof wieder einer neue und sinnvolle Nutzung zuzuführen und diese in eine Trauerhalle umzubauen. Durch den städtischen Bauhof wurden unterer der Federführung von Ortsteilbürgermeister Gerhard Schmidt und Bauhofmitarbeiter Uwe Jung das Projekt angegangen. Es wurde die Zwischenwand der Kammern entfernt, die Innenwände neu verputzt, die Decke saniert und Zugang sowie Vorplatz zum Gebäude neu gepflastert und dabei barrierefrei ausgestaltet. Der Bauhof wurde bei den Pflasterarbeiten von zwei afghanischen Flüchtlingen, welche in Kaltennordheim untergebracht sind, tatkräftig unterstützt.

 

Mit dem Bestattungsinstitut Uwe Limpert sowie der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG konnten zwei Projektpartner gefunden werden, welche das Projekt jeweils mit 600 € finanziell unterstützt haben. Uwe Limpert sponsert die Holzarbeiten für die Decke die Trauerhalle sowie einen Windschutz für den Vorplatz. Durch die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eG wurde die Bestuhlung gesponsert. Bürgermeister Erik Thürmer und Ortsteilbürgermeister Gerhard Schmidt unterstrichen im Rahmen einer kleinen Übergabeveranstaltung mit den Fischbacher Bürgern, dass bei dem Projekt mit kleinem Aufwand ein großer Nutzen für den Ortsteil entstanden ist und bedankten sich bei allen, die dieses Projekt ermöglicht haben. Als kleines Dankeschön hatte Gerhard Schmidt für die beiden Hauptsponsoren das Fischbacher Heimatbuch mitgebracht, in dem die Geschichte des Ortes dokumentiert ist. Da Jan Wettstein terminlich leider kurzfristig verhindert war, wurde die Übergabe des Heimatbuches durch Bürgermeister Erik Thürmer nachgeholt und dabei der große Dank der Fischbacher Bürgerschaft für diese wichtige Unterstützung übermittelt. Jan Wettstein betonte dabei, dass man dem regional verwurzelten Gedanken geschuldet, das Projekt sehr gerne unterstützt hat. Es lag der VR-Bank am Herzen, als verlässlicher Partner der gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsregion dort Hilfe zu leisten, wo diese am dringendsten gebraucht wird.