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Bürgermeister Erik Thürmer

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

liebe Unternehmen und Vereine,

 

 

die ersten 4 Monate des Jahres 2016 sind wie im Flug vergangen und unser jährlicher gesellschaftlicher Höhepunkt, der Heiratsmarkt, liegt unmittelbar vor uns. In gewohnter Manier haben alle bei den Vorbereitungen mit angepackt, um den Heiratsmarkt für seine Besucher attraktiv zu gestalten. Dabei haben wir die Anregungen der Auswertung des letzten Heiratsmarktes aufgegriffen und versucht, diese bestmöglich umzusetzen. So wurde weiter am Marketing gearbeitet, um möglichst viele Besucher nach Kaltennordheim zu locken. Entstanden ist so in den letzten Monaten eine eigene Homepage www.heiratsmarkt-kaltennordheim.de, welche sich aus verschiedenen Text-und Bildbeiträgen der Vereine und Verantwortlichen zusammensetzt. Unsere Rhönbrauerei hat erstmal auf Bieretiketten für den Heiratsmarkt geworben. Auch wer in den letzten Monaten Post von der Stadt erhalten hat, konnte auf dem Briefumschlag das Logo des Heiratsmarktes bewundern. Auch haben wir den Bereich, in dem die Plakate aufgehängt werden, territorial nochmal erweitert. Bewährtes aus dem Vorjahr, wie der ganzseitigen Anzeige der örtlichen Gewerbetreibenden im Rhönanzeiger konnten beibehalten werden. Hier gilt mein besonderer Dank der AG Marketing unter der Leitung von Katja Schramm. Nach dem guten Marketing folgt ein ansprechendes Programm, welches mit dem Auftritt von MARILENA in diesem Jahr einen besonderen Höhepunkt bietet und damit hoffentlich viele Fans nach Kaltennordheim lockt. Den Familiennachmittag am Dienstag galt es ebenfalls neu zu gestalten. Im vergangenen Jahr hatte hier die Kaltennordheimer Theatergruppe den Räuber Hotzenplotz aufgeführt. Wir mussten jedoch feststellen, dass sowohl die zelttypische Atmosphäre als auch der Geräuschpegel, den der Heiratsmarkt mit sich bringt, der Aufführung eines Theaterstückes abträglich sind. Daher wird es in diesem Jahr eine Zauber-Show für Kinder geben. Ich möchte mich daher ganz besonders bei unserem Ortsteilbürgermeister Ulrich Schramm für die Organisation und Koordination zum Festprogramm bedanken.

 

Im Marktbereich werden wir ebenfalls Veränderungen feststellen. So werden in diesem Jahr nur noch vereinzelt Plätze über die freie Platzvergabe am Markttag vergeben. Die neue Marktmeisterin Nancy Wutzler hat auch den Marktbereich im Mühlwehr mit festangemeldeten Händler belegt. So werden in diesem Jahr im Mühlwehr auch einheimische Händler zu finden sein. Auch das Toilettenkonzept wurde verändert, so findet sich in diesem Jahr am Neumarkt ein Toilettenwagen.

 

Der Höhepunkt im Schaustellerbereich, den Mathias Schard und Alexander Salzmann geplant haben, bietet in diesem Jahr die Achterbahn Mexico City. Aber auch bekannte und beliebte Fahrgeschäfte sind wie immer mit von der Partie.

 

Im Namen der Stadt und ihrer Bürger danke allen Beteiligten, die bei der Organisation und Durchführung zu einem Gelingen unseres Heiratsmarktes beitragen. Ohne Euch wäre ein Fest dieser Größe nicht jedes Jahr aufs Neue zu stemmen.

 

Einen wichtigen Beitrag haben auch die zahlreichen Bürger, Vereine und Unternehmen geleistet, die an den vergangenen Wochenenden anlässlich unseres Frühjahrsputzes Besen, Schaufel, Pinsel und sonstige Werkzeuge geschwungen haben. Ich habe mir dazu im Vorfeld nochmal angeschaut, wo Bürger im letzten Jahr tätig geworden sind. Dabei zeigt sich, dass viele Aktionen, wie die Arbeiten an der Friedhofskirche in Kaltennordheim, auch über das Jahr hinaus eine nachhaltige Verbesserung des Ortsbildes bewirkt haben. Auch in diesem Jahr gab es wieder viele gute Beiträge, über die ich im nächsten Rhönboten berichten möchte. An dieser Stelle möchte ich mich jedoch bei allen fleißigen Helfern des Frühjahrsputzes bedanken.

 

Große mediale Aufmerksamkeit hat im März der Besuch des Thüringer Innenministers erzeugt. Dieser war meiner Einladung zu einem gemeinsamen Gespräch über die anstehende Kommunalgebietsreform gefolgt. Dem vorausgegangen war ein Gespräch mit allen betroffenen Bürgermeistern unserer Region. Hierbei haben wir uns auf eine gemeinsame Resolution verständigt, die das Ziel verfolgt, mit den Gemeinden der Hohen Rhön in eine gemeinsame Verwaltungsstruktur zu kommen. Dieser Weg war uns aufgrund der bestehenden Kreisgrenze lange versperrt. Mit dem Bekenntnis des Thüringer Innenministers, kreisübergreifende Gebietsreformen zuzulassen, konnten wir unsere Ausgangslage diesbezüglich verbessern. Der Innenminister stellte dazu klar, dass er unter einer kreisübergreifenden Fusion versteht, dass die Gemeinden vorher in unterschiedlichen Landkreisen liegen aber nach der Fusion einem Landkreis zugeordnet werden. Der Stadtrat und auch ich als Bürgermeister haben dabei deutlich gemacht, dass wir uns selbstverständlich zu unserem Wartburgkreis bekennen, aber die Fusionsbemühungen nicht daran knüpfen, dass die neue Gebietsstruktur zwingend dem Wartburgkreis zugeordnet wird. Auch wenn eine solche Positionierung zu Deutungen einlädt, sind diese letztlich abzuweisen. Für uns steht die Entwicklung unserer Region an erster Stelle. Wenn jede Gemeinde die Fusionsgespräche an die Bedingung knüpft, dass es nur der eigene bisherige Landkreis sein darf, kommt man keinen Meter voran. Daher stellen wir die Landkreisfrage nachrangig an, im Bewusstsein, dass irgendwann hier natürlich eine demokratisch legitimierte  Entscheidung getroffen werden muss.

 

Auch gibt es derzeit noch Gemeinden, die ihre Eigenständigkeit erhalten wollen, aber sich dennoch offensiv zu einer gemeinsamen Verwaltung mit Kaltennordheim bekennen, wie dies Frankenheim tut. Ich finde dieses Bekenntnis zur Region gut. Die gewünschten Synergieeffekte werden überwiegend im Verwaltungsbereich erzeugt. Eine starke Einheitsgemeinde ist dabei durchaus in der Lage 2-3 Gemeinden ohne größere Effizienzverluste als erfüllende Gemeinde zu verwalten. Den erfüllten Gemeinden kommen dabei natürlich nicht die finanziellen Vorteile, wie z.B. die höhere Finanzzuweisung pro Einwohner, zugute. Somit sollte es letztlich die freie Entscheidung einer jeden Gemeinde sein, ob sie diese Vorteile für ihre Bürger nutzbar macht oder nicht.

 

Ebenso ist derzeit offen, ob sich Empfertshausen nach Kaltennordheim oder nach Dermbach entwickeln möchte. Der Gemeinderat hat sich hierbei beide Möglichkeiten ausdrücklich offengehalten. Deshalb hat sich auch hier die Gemeinde aktiv in die Gespräche mit dem Innenminister eingebracht. Auch dies werte ich als politisch verantwortungsvolles Handeln, dokumentiert dies doch, dass man den einzig sinnvollen Entwicklungsweg der Region aktiv unterstützt, auch wenn, was ich mir nicht wünsche, die eigene Zukunft vielleicht am Ende doch in einer anderen Region liegt. Hierfür danke ich der Gemeinde und insbesondere auch der Bürgermeisterin Regina Denner.

 

Insgesamt werte ich den Besuch des Innenministers als durchweg positiv. Wie uns im Vorfeld bewusst war, konnten wir zwar keine konkreten Zusagen bekommen, haben jedoch unseren Standpunkt deutlich gemacht und hierfür positive Resonanz erhalten. Die konnte nur gelingen, weil alle anwesenden Bürgermeister und Stadtratsmitglieder zusammenstanden und mit gemeinsamer Stimme gesprochen haben. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich.

 

Im Ortsteil Klings konnten wir im letzten Monat die Eröffnung des neuen Friseursalons feiern. Für mich war dies ein ganz besonderes Ereignis. Vorangegangen war eine Initiative rund um Ortsteilbürgermeister Marko Geruschke mit dem Ziel, dem Friseur und der Christenlehre im Ort neue Räume zu geben. Gerade im ländlichen Raum nehmen Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk immer mehr ab, da der wirtschaftliche Druck steigt. Neben der reinen Dienstleistung des Haareschneidens ist ein Friseur in erster Linie ein wichtiger Kommunikationspunkt für den Ort. Gerade Menschen ohne Auto sind hierauf angewiesen. Und so sehe ich darin einen wichtigen Punkt der Daseinsfürsorge mit dem Ziel, einen Ort lebenswert zu halten. Uns allen war jedoch klar, dass ein Neubau im klassischen Sinn zu Mieten führen würde, die sich im Nachgang nicht erwirtschaften lassen. Dank der vielen freiwilligen Helfer konnte das Projekt dennoch realisiert werden. So wurden über 1.000 Stunden in das Projekt investiert. Dies geht weit über ehrenamtliches Engagement hinaus und ist eine Leistung eines Ortes, welche nicht hoch genug geschätzt werden kann. Hierfür spreche ich der Bürgerschaft meinen tiefen Dank und meine volle Anerkennung aus.

 

Positiv entwickeln sich die Maßnahmen rund um die Beseitigung der Hochwasserschäden in der Einodsmühle. Nach langem bürokratischem Kampf um die Fördermittel ist nunmehr alles in den Töpfen, in die es gehört. Die erste Maßnahme der Ufersicherung ist bereits realisiert. Der Ersatzneubau der Brücke befindet sich aktuell in der Phase der Ausschreibung. Die erstellten Planunterlagen lassen uns auf ein schönes Brückenbauwerk hoffen. Für die Brücke im Verlauf des alten Radweges haben wir nochmal eine Änderung zum ursprünglichen Plan des ersatzlosen Abrisses vorgenommen. Nunmehr wird hier eine Furt entstehen. Damit  wollen wir die Erschließungsfunktion des alten Radweges erhalten. Die Mehrkosten hierfür betragen knapp 28.000 €, welche uns ebenfalls zu 100% von der Thüringer Aufbaubank bereitgestellt werden. Mit Herrn Stolz von der Thüringer Aufbaubank haben wir einen kompetenten und engagierten Partner gefunden, mit dem es wirklich Spaß macht, die verschiedenen Projekte voranzubringen.

 

Ein ungeplantes Projekt für die Stadt hat sich kurzfristig im Rasenweg in Kaltennordheim ergeben. So wusste ich zwar, dass der WVS hier eine Erschließungsmaßnahme von 2 Grundstücken plant, wurde jedoch zur Bauanlaufberatung mit dem Umfang der dafür notwendigen Erdarbeiten überrascht. So hatte der WVS auf dem Teilstück zwischen Sophienweg und Wiesenweg die komplette Neuordnung des Straßenunterbaus auf 2/3 der Strecke vorgesehen. Auf Betreiben der Stadt konnte auch der Energieversorgungsträger Überlandwerk Rhön sowie die Deutsche Telekom dazu bewegt werden, im Zuge der Baumaßnahme ihre Versorgungsleitungen ebenfalls neu zu verlegen. Daher war es für den Stadtrat eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung, sich dafür zu entscheiden, das Teilstück mit einer Asphalttragdeckschicht zu versehen. Andernfalls wäre die Straßen innerhalb kürzester Zeit wieder zerfahren worden und bei einem späteren Straßenausbau hätte man wieder von vorne beginnen müssen. Da zudem der WVS die Planungsleistungen erbringt, wurden hier zusätzlich erhebliche Kosten gespart. Dieses Verfahren zeigt wieder einmal die gute Zusammenarbeit im Stadtrat. Hier wurde eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung getroffen, auch wenn der Rasenweg auf der Prioritätenliste nicht ganz oben stand.

 

Weiterhin hatte die Bewerbung der Stadt Kaltennordheim auf zwei geförderte Stellen über das Beschäftigungsprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ des Jobcenters Wartburgkreis Erfolg. So konnten wir zum 01.04.2016 zwei Stellen in der Verwaltung schaffen, die sich nun mit der Digitalisierung unseres Archivbestandes beschäftigen. Dazu wurden uns verschiedene Bewerber durch das Jobcenter vorgeschlagen, die ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllen mussten. Aus diesem Kreis der Bewerber konnten 2 für diese Aufgabe geeignete Bewerber gefunden werden. Die Maßnahme läuft bis zum 31.12.2018. Unter dem Gesichtspunkt, dass hierdurch 2 Bürger unserer Stadt die Chance erhalten, den Weg auf den Arbeitsmarkt zurückzufinden und dabei einen gemeinnützigen Zweck erfüllen, hat mich dies sehr gefreut.

 

Eine weitere Veränderung in unserer Stadt wird die Nutzungsaufnahme der Flüchtlingsunterkunft in der August-Bebel-Straße 33 bringen. Der Landkreis hat mich darüber in Kenntnis gesetzt, dass für die 19. KW (Woche vom 09.05.2016) geplant ist, die ersten 25 Flüchtlinge in der Unterkunft unterzubringen. Es handelt sich hierbei um Menschen, die bislang in den Gemeinschaftsunterkünften Gerstungen und Wenigenlupnitz untergebracht waren. Diese Bewohner sind nach Auskunft des Landratsamtes schon eine Weile im Wartburgkreis, sind somit mit allem ausgestattet, was sie brauchen und sollten sich  mit den Gepflogenheiten wie Behördengänge, Einkaufen etc. auskennen. Als Stadt haben wir zwar keine Mitspracherechte oder Entscheidungskompetenzen, stehen dennoch in der Verantwortung, unseren Teil beizutragen, damit das Zusammenleben gut funktioniert. Insofern bitte ich darum, dass wir unseren Gästen unvoreingenommen gegenübertreten und sie mit unserer Gastfreundschaft willkommen heißen. Gleichzeitig werden wir unseren Gästen gegenüber einfordern, dass der Wille besteht, sich bei uns zu integrieren und unsere Lebensgewohnheiten zu respektieren. Mit gegenseitigem Verständnis füreinander kann dies gelingen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes Pfingstfest und lade Sie hierzu ganz herzlich ein, den Heiratsmarkt mit seinen vielen tollen Veranstaltungen rege zu besuchen.

 

Herzliche Grüße aus dem Rathaus

 

Erik Thürmer

Bürgermeister

 

 

 

 

 

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